Die Regierungsrats-Kandidierenden von links: Marina Bruggmann, Markus Birk, Barbara Dätwyler, Kenny Greber, Sandrine Nikolic-Fuss, Walter Hugentobler und Ruth Faller Graf.
Kantonalvorstand empfiehlt sieben Kandidierende für den Regierungsrat
Bis zur Frist am letzten Sonntag sind bei der Findungskommission der SP Thurgau sieben Kandidaturen für die Ersatzwahl der verstorbenen Regierungsrätin Sonja Wiesmann eingegangen. Es sind jene der Frauenfelder Vize-Stadtpräsidentin Barbara Dätwyler, des ehemaligen SP Fraktionspräsidenten Walter Hugentobler, der SP-Kantonalpräsidentin Marina Bruggmann, des Friedensrichters Kenny Greber, der Kantonsrätin Sandrine Nikolic-Fuss, der Präsidentin des Bezirksgerichts Kreuzlingen Ruth Faller Graf und des Diessenhofer Stadtpräsidenten Markus Birk.
Sie alle haben sich in je fünf Minuten beim Kantonalvorstand der SP Thurgau in Weinfelden vorgestellt. «Wir haben zwei Optionen», erläuterte danach Nina Schläfli, die Präsidentin der Findungskommission, «entweder schicken wir alle sieben an den Parteitag oder wir definieren Kriterien, wie wir ein kleineres Ticket machen können.» Nach den Präsentationen der Kandidierenden war der Tenor bei den SP-Delegierten klar. So erklärte ein Weinfelder SP-Mitglied, dass man bei einer Job-Bewerbung ja auch darauf schauen würde, ob sie auf das Profil passte. Bei dieser Wahl verfüge die SP über sieben hervorragende Politikerinnen und Politiker, die alle das Profil des Regierungsrats erfüllen.
Daraufhin hat sich der Kantonalvorstand mit 21 zu 2 Stimmen dafür entschieden, dem ausserordentlichen SP-Parteitag vom 20. März in Kreuzlingen alle sieben Kandidaturen zur Wahl zu empfehlen. Bis dahin wird weiterhin die Findungskommission mit Nationalrätin Nina Schläfli, Kantonsrätin Linda Hess, sowie Geschäftsleitungs-Mitglied Jonas Seiterle für den Ablauf der Nomination für die Ersatzwahl in den Regierungsrat zuständig.
Der Kantonalvorstand ist das strategische Organ der SP Thurgau. Darin vertreten ist die Geschäftsleitung und alle Präsidien der Sektionen und Bezirksparteien. Neben der Diskussion zur Ersatzwahl im Regierungsrat fand in der Sitzung eine kurze Informationsrunde über das aktuelle Geschehen statt und es wurde die Kampagne für ein Nein gegen die Abschaffung der Liegenschaftensteuer vorgestellt.