Die SP Thurgau wählt Marina Bruggmann und Kenny Greber als neues Co-Präsidium

Die Vizepräsidentin gratuliert dem neu gewählten Co-Präsidium. Von links: Co-Präsident Kenny Greber, Co-Präsidentin Marina Bruggmann, Vizepräsidentin Judith Kern

Medienmitteilung des Parteitags vom 2. April 2026

Am Parteitag der SP Thurgau in Weinfelden präsentierten die Nationalrätinnen Linda De Ventura und Nina Schläfli die Vorlagen für die Volksabstimmungen vom 14. Juni 2026. Die Basis sprach sich dabei zweimal einstimmig für die Nein-Parole aus. Zudem legten die Mitglieder die Ja-Parole zu den Finanzkompetenzen des Kantons Thurgau fest. Zum Abschluss des Abends wählte der Parteitag das Präsidium der SP Thurgau neu.

Über 70 Delegierte und Gäste trafen sich im «blaswerk Haag» in Weinfelden, um die elf Traktanden des kantonalen Parteitags zu behandeln. Die Parolenfassungen für den 14. Juni sorgten für eine engagierte Debatte, insbesondere die «SVP-Chaos-Initiative». Laut den Delegierten schädigt die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative die Schweizer Wirtschaft und gefährdet in einer ohnehin unsicheren Lage die stabilen Beziehungen zur EU. «Die Initiative erzwingt eine Kündigung der bilateralen Verträge – und zwar bereits in wenigen Jahren», erläuterte Nationalrätin Nina Schläfli. Die Versammlung war sich einig: Die brandgefährliche Vorlage gehört abgelehnt, was am Donnerstagabend einstimmig beschlossen wurde.

Ebenfalls keine Unterstützung fand das Vorhaben, den Zivildienst zunehmend unattraktiver zu gestalten. Die Schaffhauser Nationalrätin Linda De Ventura betonte: «Die Armee hat kein Personalproblem.» Die Vorlage würde lediglich den unverzichtbaren Dienst schwächen, den Zivildienstleistende an der Gesellschaft erbringen. Dies überzeugte die Delegierten, woraufhin die SP Thurgau die einstimmige Nein-Parole fasste.

Zusätzlich steht am 14. Juni eine kantonale Vorlage zur Abstimmung. «Der Grosse Rat kann gerade mal über halb so hohe Geldsummen verfügen, wie einige Stadtparlamente», führte Kantonsrat Felix Meier aus. Man sei sich in der Kommission einig gewesen, dass es einer Anpassung bedarf. Die SP Thurgau fasste die einstimmige Ja-Parole.

Ein erfreuliches Signal für die Partei ist die Kontinuität an der Spitze: Marina Bruggmann steht der SP weiterhin als Präsidentin zur Verfügung. Unter ihrer Leitung erzielte die Partei beachtliche Erfolge, darunter die Wahl von Nina Schläfli in den Nationalrat und Ruth Faller Graf in den Regierungsrat. Zudem verzeichnete die SP bei den letzten Grossratswahlen einen Gewinn von vier Sitzen sowie ein konstant hohes Mitgliederwachstum. Die Delegierten schenkten ihr daher für weitere zwei Jahre das Vertrauen. Künftig wird sie die Partei jedoch im Co-Präsidium führen, gemeinsam mit Kantonsrat Kenny Greber, der neu an ihre Seite gewählt wurde. Der neue Co-Präsident betonte, dass er die SP Thurgau speziell auch im digitalen Bereich sichtbarer machen möchte.

Auch in der Geschäftsleitung (GL) standen Wahlen an. Nina Schläfli, Barbara Dätwyler, Judith Kern, Alex Granato, Lukas Auer und Sandrine Nikolic-Fuss wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu verstärkt Regierungsrätin Ruth Faller Graf das Gremium. Ebenfalls neu gewählt wurden Justin Rose und Barbara Kern, welche die JUSO sowie die SP 60+ in der GL vertreten.

Schliesslich präsentierte die langjährige Kassierin Susanne Frischknecht zum letzten Mal die Jahresrechnung. Sie übergibt ihr Amt mit einem äusserst positiven Abschluss. Die Rechnung wurde auf Basis des Revisorenberichts genehmigt. Mit grossem Applaus wurde Frischknecht für ihren beeindruckenden, 24-jährigen Einsatz für die SP Thurgau gedankt. Als ihr Nachfolger wurde das bisherige GL-Mitglied Jonas Seiterle gewählt.

blaswerk Haag in Weinfelden
Über 70 Delegierte und Gäste im Raum: Der Saal im blaswerk Haag platzte aus allen Nähten.

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Marina Bruggmann

Marina Bruggmann

Kantonsrätin, Co-Parteipräsidentin

Kenny Greber

Kenny Greber

Kantonsrat, Co-Parteipräsident

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